Vor ein paar Tagen schrieb spiegel-online:
Wikipedia-Leidenschaft kühlt ab
Das Web-Lexikon lahmt: weniger Anmeldungen, weniger Korrekturen, weniger Uploads. Diese Statistik eines Administrators schockiert Wikipedianer. Alte Hasen fürchten: Stagnation bedeutet Streit. Affektlöschungen angeblich irrelevanter Artikel sind heute schon Wiki-Alltag.
Der eilige Leser wird daraus messerscharf schließen, dass Wikipedia auf dem absteigenden Ast ist und möglicherweise dem baldigen Ende entgegensieht.
Dieser Artikel reiht sich ein in eine ungute Pressetradition. Ist ein Projekt erst einmal richtig erfolgreich, hat es immer eine ordentliche Tracht Prügel verdient. Was groß bekannt und möglicherweise mächtig ist, kann nicht gut sein. Und erst recht darf dann kein ordentlicher Journalist mehr irgendetwas Positives darüber schreiben.
Die Reihe von Beispielen ist endlos. Nur ein Beispiel: Als Google noch unbekannter Neuling war, war die Presse des Lobes voll. Seitdem dieses Unternehmen mit Abstand Marktführer ist, muss man für positive Berichterstattung ganz schön lange googeln.
Die Daten, die für den Spiegel OnLine Artikel über Wikipedia herangezogen werden, verdienen eine nähere Betrachtung:
(weiterlesen…)